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Arnold Pöppl GmbH     |     Brucker Straße 21     |     93149 Nittenau

So geht's auch

Der Gasthof und die Pension "Zum Troidlwirt" blickt auf ein langjähriges Bestehen seit 1897 zurück. Bis Anfang dieses Jahres wurde das komplette Gasthaus, die Pension sowie der Tanzsaal mittels einer Ölheizungsanlage betrieben. Die Anlage verbrauchte im Schnitt zwischen 25.000 und 30.000 Liter Heizöl pro Jahr, um ausreichend Warm- und Heizungswasser zur Verfügung zu stellen.

Alternative Energien waren für Josef Wiendl, den Inhaber des Gasthofs, immer schon die anzustrebende Lösung für die Versorgung seines Betriebes. Im Jahre 2007 reifte der Gedanke, eine nahezu autarke Wärmeversorgung zu schaffen. Mit Hilfe der Firma Pöppl aus Nittenau entstand somit das Konzept, mit Hackschnitzeln aus eigener Produktion und Nutzung der Sonnenenergie Warm- und Heizungswasser bereitzustellen.

Die Firma Pöppl GmbH Wärme und Wasser aus Nittenau, die sich ihrerseits auf alternative Energien spezialisiert hat und ein Meisterbetrieb mit langer Tradition ist, plante die komplette Anlage für Josef Wiendl und setzte dieses Konzept gemeinsam mit Ihm um.

Eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung hatte Josef Wiendl bereits im Jahre 2005 mit der Firma Pöppl auf seinem Gasthof realisiert. Es entstand der Plan, mittels einer 100 kW-Hackschnitzelheizungsanlage und 4.000 Liter Pufferspeicheranlage den Gasthof komplett zu versorgen. Hierfür wurde ein separates Heizhaus errichtet, das auch den großen Bedarf an selbst erzeugten Hackschnitzeln aufnehmen kann. Über eine fast 100 Meter lange Fernwärmeleitung gelangt die Wärme ins Haupt- und Nebengebäude und versorgt den Heizungs- und Warmwasserbedarf. Zusätzlich unterstützt eine über 42 m² große Solarkollektoranlage mit Hochleistungskollektoren die Trinkwasser- und Heizungswasserzubereitung des Gasthofs.

Mit Hilfe dieser sehr großen Anlage, die bedarfsgerecht die Wärme sowohl für die Heizung und Lüftung als auch für das Warmwasser verteilt, wurde hinsichtlich der Regelungseigenschaften ein "neues Zeitalter" eingeläutet.

Mittels Busleittechnik und modernster Regelungselektronik wird die Wärme der Solarkollektoranlage sofort umgewandelt und durch Wärmetauscher an die jeweilige Verbrauchsstelle geliefert - ohne die Energie erst einmal in großen Pufferspeichern zu lagern.

Nur durch modernste Sensoren- und Busleittechnik ist dies möglich geworden. Die Solaranlage kann wie auch die Hackschnitzelanlage mittels PC-Schnittstelle überwacht und gesteuert werden. Ebenso können Funktionsdaten und Leistungsdaten über einen längeren Zeitraum gespeichert und als Diagramme ausgelesen werden.

Durch die Realisierung dieses Projekts werden jährlich alleine in diesem Fall bis zu 303.000 kWh Energie mittels alternativer Energien wie Hackschnitzel und Sonnenenergie erzeugt. Somit vermeidet diese Anlage jäührlich CO2 Emissionen von bis 78.780 kg.

Nicht nur, dass somit die Anlage weitaus umweltfreundlicher als mit Heizöl betrieben wird, nein, auch die Unterhaltskosten senkt Josef Wiendl somit erheblich, so daß eine Amortisation der Anlage in wenigen Jahren zu erwarten ist. Hinsichtlich der Heizölproblematik bezüglich Preissteigerungen durch Verknappung und Krisensituationen in Ölföärdergebieten braucht sich Josef Wiendl zukünftig keine Gedanken mehr zu machen.

(Quelle: Regental-Anzeiger 15/2009)